Wissen ist zum Leitbegriff der postmodernen Gesellschaft geworden. Elektronik und Neue Medien haben die technologische Entwicklung beschleunigt. Entsprechend entstehen im Wissenschaftsbetrieb neue Techniken, Organisationsformen und Wissensbegriffe. All dies ist gepaart sind mit neuen Logiken, Konzeptionen, Kommunikationsweisen und Arbeitsteilungen. Begriffe wie „Wissensfabrik“, „Nicht-Wissen“, „Wissensnachhaltigkeit“, „Wissenstransfer“, „Knowledge Base“, „E-Science“, „Ontologien“, „Semantic Web“, „Online Communities“ und andere spiegeln dieses neue Verständnis der Generierung von Wissen und dem Umgang damit wider.
Die Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit ist offenkundig. Beteiligt sind an der Ausarbeitung einer ‚Neuen Wissensordnung’: Konzeptanalyse, Informationsverarbeitung, Erkenntnistheorie, Nutzerforschung, Evaluationsforschung, Kognitionsforschung, Wissensmanagement und andere Bereiche der etablierten Wissenschaften. Die kommende Tagung der Deutschen ISKO vom 19.10.2009 bis 21.10.2009 in Bonn soll neue Tendenzen in der Organisation von Wissen aufzeigen, diese hinterfragen und praktikable Modelle zur Organisation von Wissen vorstellen.